KikiRiki

Sammeln & Fandom

Cosplay, Kürbis, Konfetti: Kostüme sind zum Tauschen geboren

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2026

Perücke, Kimono, Vampirumhang, Einhornkostüm: Kaum etwas wird so selten getragen und so oft neu gekauft wie Verkleidung. Genau deshalb sind Kostüme die perfekten Tauschobjekte.

Junge Leute in Anime- und Faschingskostümen tauschen Perücken, Masken und Verkleidungen

Zwei Abende, ein Schrankplatz, ein ganzes Jahr Pause

Halloween ist an einem Abend vorbei. Fasching und Karneval dauern etwas länger, aber auch dort landen Kostüm, Perücke und Schminkkoffer nach ein paar Tagen wieder in der Kiste. Beim Cosplay ist es ähnlich: Ein aufwendiges Outfit wird auf einer Convention getragen, fotografiert — und dann kommt das nächste Fandom.

Das ist keine Verschwendung, wenn die Sachen weiterwandern. Ein Kostüm, das dir zu klein geworden ist, ist für jemand anderen genau die Größe. Der Superheldenumhang, den dein Kind letztes Jahr geliebt hat, ist für das Nachbarskind gerade der große Traum. Und die pinke Perücke, die du einmal gebraucht hast, wartet bei jemand anderem schon lange auf ihren Auftritt.

Was sich besonders gut tauschen lässt

  • Komplette Kostüme: Anime-Outfits, Piraten, Hexen, Clowns, Tiere, Retro-Looks.
  • Perücken und Haarteile: gewaschen, gekämmt, in einer Tüte oder Box übergeben.
  • Masken und Accessoires: Venezianische Masken, Katzenohren, Zauberstäbe, Flügel, Hüte.
  • Kinderkostüme: wachsen sowieso jedes Jahr aus der Größe heraus.
  • Bastelmaterial: Stoffreste, Kunstleder, Klettband, Farben, Requisitenteile für Selbstgebautes.

Nur bei einer Kategorie ist Vorsicht angebracht: Angebrochene Schminke, Kontaktlinsen und Klebstoffe für die Haut sind hygienisch heikel — die gehören nicht in einen Tausch. Ungeöffnet und mit gültigem Datum ist es etwas anderes.

So beschreibst du dein Kostüm fair

Kostüme sind Emotionssache — deshalb lohnt sich eine ehrliche Beschreibung besonders. Fotografiere das Outfit möglichst ausgebreitet oder getragen, bei Tageslicht, mit allen Teilen, die dazugehören. Schreib die Größe dazu, auch wenn kein Etikett mehr drin ist: „passt etwa Größe 38“ hilft mehr als „normal“.

Nenn kleine Macken offen: eine aufgegangene Naht, ein fehlender Knopf, ein Fleck am Saum. Bei Verkleidungen sind solche Dinge oft völlig egal — aber nur, wenn sie vorher bekannt sind. Und sag, ob das Kostüm frisch gewaschen ist oder ob die andere Person es vor dem Tragen noch reinigen sollte.

Bei Cosplay-Teilen ist die Figur wichtig: Aus welcher Serie stammt das Outfit, welche Version ist es, ist es selbst genäht oder gekauft? Wer gezielt sucht, findet dich dadurch überhaupt erst.

Der beste Zeitpunkt ist vorher

Für Halloween lohnt sich ein Blick in den Schrank schon im September, für Fasching im Januar. Kurz vor dem Termin wollen alle gleichzeitig etwas — wer früh dran ist, hat die größere Auswahl und mehr Ruhe bei der Übergabe. Und wenn ihr euch einmal getroffen habt, klappt der Rücktausch für die nächste Saison meist ganz von selbst.

Für ein erstes Treffen mit Menschen, die du noch nicht kennst, sind die MeetSafe-Treffpunkte bei KikiRiki gedacht: gut einsehbare, öffentliche Orte in deiner Nähe, an denen sich ein Kostüm entspannt anprobieren und übergeben lässt. Nimm eine Tasche mit, in der das Outfit knitterfrei nach Hause kommt.

Aus Verkleidung wird Verabredung

Das Schöne am Kostümtausch: Er endet oft nicht beim Kleiderbügel. Wer die gleiche Serie liebt, verabredet sich zur nächsten Convention. Aus zwei Familien, die Kinderkostüme tauschen, wird eine gemeinsame Halloween-Runde durch die Straße. Aus einer geliehenen Perücke wird eine Gruppenverkleidung im Karneval.

Nichts davon muss teuer sein. Kostüme wollen getragen, gesehen und weitergegeben werden — und jede Runde macht die Geschichte dahinter ein Stück größer.

Zurück zum KikiRiki Magazin